30. Oktober 2007

Die Abgeltungssteuer


Mit der Abgeltungssteuer weht ab 2009 ein völlig neuer Wind durch die Investments. Waren viele Gewinne dank geschickten Taktierens bisher steuerfrei – beispielsweise wenn man Aktien länger als ein Jahr hielt –, wird mit der neuen Regelung kräftig kassiert. Um es einfach, übersichtlich und einheitlich zu gestalten, liegt der Steuersatz bei 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Summa summarum kommt man auf rund 28 Prozent, die einbehalten werden.

Unter die Abgeltungssteuer fallen alle Einkünfte, die aus Kapitalvermögen erzielt werden. Betroffen sind Zinsen, Dividenden und Erträge aus Geldeinlagen, Fonds, Wertpapieren Termingeschäften, Zertifikaten und Veräußerungsgeschäften mit Ausnahme von Immobilien. Das heißt, so ziemlich jeder Gewinn, der aus einer Geldanlage resultiert, lässt es mit dem 1. Januar 2009 in den Staatskassen klingeln. Dass die Steuer abgeführt wird, davor sorgen dann die Banken, Sparkassen und Fondsgesellschaften. Freistellungsaufträge bleiben bestehen. Gestrichen wird hingegen das Halbeinkünfteverfahren.

Anleger, die vorbeugend aktiv werden wollen, sollten ihre Anlagen auf den Aspekte der Abgeltungssteuer hin überprüfen oder von Experten prüfen lassen. Das ist insofern wichtig, da Investment, die vor 2009 getätigt wurden, nach aktuellem Stand nicht betroffen sind. Zertifikate bilden dabei eine Ausnahme. Der Verkauf nach zwölf Monaten ist nur dann steuerfrei, wenn er bis zum 30. Juni 2009 erfolgt und die Papiere nach dem 14. März 2007 erworben wurden. Ansonsten sind beispielsweise langfristig ausgelegte Fonds, die rechtzeitig im Depot liegen, eine Möglichkeit, einen Bogen um die Steuer zu machen. [maß]

1 Kommentar »

  1. Was wird der Staat wohl machen, wenn die Leute ihre Geldanlagen in den nächsten Monaten umschichten?

    Ich tippe mal, dass der Staat urplötzlich die Abgeltungssteuer schneller einführen wird. Denn sonst gehen dem Staat ja Gelder flöten.

    Kommentar von Finanz Blog — 7. November 2007 @ 13:52

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