16. Oktober 2007

Wellenkraftwerke stehen noch am Anfang ihrer Schaffenskraft


Wasser hat eine enorme Kraft, die bisher nur in geringem Maße genutzt wird. Brachten früher rauschende Bäche die Mühlen zum klappern, folgten später Staudammprojekte, um über Turbinen die Wasserenergie in Strom umzuwandeln. Die Meere als größte Wasserreservoire der Welt blieben bei der Energiegewinnung bislang außen vor. Inzwischen gibt es eine Reihe von ehrgeizigen Projekten, die mit Wellenkraftwerken den Energiebedarf decken wollen. Die ersten Anlagen sind bereits in Betrieb und zeigen, dass es machbar ist, die Wellen effektiv zu nutzen. Einzig der Preis für die Stromerzeugung ist derzeit noch zu hoch. Geplant ist, von aktuell zehn Cent je Kilowattstunde auf vier Cent zu kommen.

Der internationale Wellenenergierat geht davon aus, dass bei einer konsequenten Nutzung entlang der Küsten bis zu 15 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden können. Anlagen auf offener See wurden in dem Rechenexempel nicht berücksichtigt, zumal die technischen Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt sind. Gearbeitet wird mit verschiedenen Techniken. Eine, die unter anderem in Portugal installiert ist, sind Auftriebkörper, deren Gelenke durch die Bewegung der Wellen einen Hydraulikzylinder aktivieren und damit eine Turbine antreiben.

Die Investitionskosten für Wellenkraftwerke sind relativ hoch, da immer wieder Neuerungen und Verbesserungen nötig sind, um die Ausbeute zu erhöhen. Möglichkeiten, sich an Energieparks im Meer zu beteiligen, sind aktuell jedoch nur rar gesät. Ein Beispiel ist das Brandl Fonds Leasing. Dass, anders als bei der Windenergie, nicht viel mehr Beteiligungsmodelle geboten werden, liegt mit an den Problemen, die sich aus der sehr speziellen Lage ergeben. Ein Risiko ist mit der Investition in Wellenkraft immer verbunden. Die einzige Sicherheit ist die staatliche Förderung, da Wellenenergie als erneuerbare Energie mit einem Garantiepreis abgenommen wird. [maß]

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