28. August 2007

Rennpferd Beteiligungen


Beteiligungen gibt es viele. Beteiligungen an Firmen, Anlagen zur Energiegewinnung, Containerschiffen oder Immobilien. Es handelt sich hier um ein weites Feld, auf dem Anleger aktiv werden können. Der Einstieg reicht von wenigen Euro für den Fondsanteil bis hin zu 50.000 Euro und mehr, um mit von der Partie zu sein. Ganz so hoch muss man bei einer etwas anderen Form der Geldanlage nicht pokern: Der Rennpferd Beteiligung. Sie hat nichts mit dem Geschehen an den Börsen und Märkten oder Entscheidungen von Vorständen und Aufsichtsräten zu tun. Auch so etwas gibt es, wenngleich die Investition in ein Lebewesen mit eigenem Charakter so riskant ist wie kaum eine andere Anlage.

Gerade für Pferdefreunde dürfte es ein Traum sein, einen feurigen Hengst zu besitzen, der bei den großen Rennen richtig abräumt. Dafür ist allerdings weit mehr nötig, als einen einfachen „Ackergaul“ regelmäßig zu trainieren. Fachwissen, ein Auge für die Fähigkeiten des Tiers und ein Trainer, der sein Metier kennt, sind erforderlich, um überhaupt die Chance zu haben, ein Pferd soweit zu bringen, dass es zum Start zugelassen wird. Von daher ist die Rennpferd Beteiligung nicht unbedingt für Anleger geeignet, die sich mit den Preisen für Schweinebäuche auskennen, aber einen Reiterhof noch nie von innen gesehen haben oder sich vor Pferdeäpfeln ekeln. Kenner sind hier eher gefragt.

Die Möglichkeiten, sich an einem Pferd zu beteiligen, sind ganz unterschiedlicher Natur. Teilweise haben sich Clubs gebildet, deren Mitglieder die Tiere aussuchen, kaufen, das Training finanzieren und entsprechend ihres Anteils an den Gewinnen beteiligt werden. Die „Rendite“ setzt sich aus Preisgeldern und später eventuell aus Gebühren für die Zucht zusammen. In ein einzelnes Rennpferd zu investieren, wird ebenfalls angeboten. Offerten dieser Art finden sich in der Fachliteratur und einigen Foren, wobei, wie bei allen Geldanlagen, eine gesunde Skepsis immer gegeben sein sollte. [maß]

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