17. Juli 2007

Photovoltaik auf dem Dach wird immer wirkungsvoller


Strom kostet Geld. Und er wieder immer teurer. Die Hiobsbotschaften über erneute Preisanstiege führen eines ganz klar vor Augen: Energie entwickelt sich langsam zum Luxus. Warum also nicht selbst Strom produzieren? Gerade für Hausbesitzer und solche, die es werden wollen, lohnt sich die Überlegung, natürliche Ressourcen zu nutzen. Auch wenn die Sonne in Deutschland nicht ganz so oft strahlend hell vom Himmel leuchtet, rechnet sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage auf lange Sicht. Die Technik macht auf diesem Gebiet täglich neue Fortschritte und die einzelnen Solarzellen, die zu großen Modulen geschaltet auf den Dächern befestigt werden, erreichen einen immer besseren Wirkungsgrad.

Die Technik, Strahlungsenergie der Sonne in elektrischen Strom umzuwandeln, wurde schon 1958 bei Weltraumsatelliten zum ersten Mal genutzt. Inzwischen gehört sie zum Alltag. Kleine Leuchten im Garten und Parkscheinautomaten sind nur zwei Einsatzmöglichkeiten der Fotovoltaik. Interessanter ist die Photovoltaik allerdings als Energielieferant für den eigenen Haushalt. Entsprechende Anlagen können direkt beim Hausbau geplant oder nachgerüstet werden. Sie kommen auf einen Wirkungsgrad von sechs bis rund 17 Prozent, je nach Technik und Modulart. Die monokristallinen Module bringen weit mehr als die so genannten Dünnschichtmodule. Darauf ist beim Kauf zu achten, schließlich soll sich die Anschaffung rentieren. Die Kosten richten sich nach der optimalen Leistung der Solarmodule, die in kWp angegeben wird. Gerechnet werden muss aktuell mit 6.500 bis 8.000 je kWp, wobei normale Dachanlagen im Bereich von vier bis fünf kWp liegen. Hinzu kommen Wartungs- und Betriebskosten sowie die Zählergebühr und möglichst eine Versicherung für die Anlage.

Rechnet sich das? Eine Frage, die sich jeder Hausbesitzer stellt. Pauschal kann das weder bejaht, noch verneint werden. Nutzt man für den Bau ein zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), spart man bereits bei der Tilgung. Hinzu kommt die Vergütung für den Strom, der in das Netz eingespeist wird, die sich aus dem Erneuerbare-Energie-Gesetz ergibt. Photovoltaikanlagen auf dem Dach bis zu einer Leistung von 30kW erhalten – Stand für Anlagen, die 2007 errichtet werden – 49,21 Cent pro Kilowattstunde. Diese Vergütung wird für 20 Jahre festgeschrieben. Und als dritter Vorteil bieten sich die steuerlichen Abzugsmöglichkeiten, zumal man als Unternehmer auftritt. All das muss bei der Entscheidung für die Photovoltaik berücksichtigt und in Relation zu den Strompreisen gesehen werden. [maß]

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