10. Juli 2007

Ohne Girokonto keine Geldanlage


Geld anzulegen, heißt Kapital von einem Konto in ein Objekt, ob nun Aktie, Fonds oder Firmenbeteiligung, zu investieren. Das macht das laufende Konto zu einem der wichtigsten Faktoren. Schließlich gehen die wenigsten an ihren Tresor, holen das Bargeld und kaufen davon am Schalter ihre Fondsanteile. Überraschend ist nur, wie genau recherchiert wird, welche Anlage sich lohnt, und wie wenig Beachtung das Girokonto als Referenz- oder Verrechnungskonto findet. Man hat es. Und damit ist es für viele auch schon getan.

Konto ist nicht gleich Konto. Der gemeinsame Nenner ist lediglich der Funktionsumfang. Geld kann überwiesen und empfangen werden, Daueraufträge lassen sich einrichten und Kontoauszüge geben Auskunft über alle Transaktionen. Im Zusammenspiel mit einer EC-Karte sind zudem Bargeldverfügungen an Automaten möglich. An wie vielen, hängt davon ab, welchem Verbund die Bank angehört. Mal sind es 2.300, mal über 20.000. Hier fangen schon die kleinen, aber feinen Unterschiede an. Steht nur ein Automat einer verbundfremden Bank zur Verfügung, kostet es Gebühren, Geld abzuheben.

Diese und viele anderen Gebühren sind es, die man bei seinem laufenden Konto ganz einfach mal überprüfen sollte. Jedes Quartal kommt die Abrechnung. Die eine Bank verlangt vier Euro im Monat. Damit ist dann alles pauschal abgegolten. Andere lassen sich jede Überweisung einzeln bezahlen. Das sind Beträge, die gerne vergessen werden, sich im Laufe eines Jahres aber auf bis zu 100 Euro summieren. Geld, das man hätte anlegen können.

Nun ist ein Wechsel des laufenden Kontos mit viel Arbeit verbunden. Vermieter, Versicherungen und Mobilfunkprovider sind nur drei von vielen Ansprechpartnern, die informiert werden müssen. Man selbst benötigt Zeit, um sich die neue Kontonummer zu merken und sich an die neue Bank zu gewöhnen. Ob sich dieser Aufwand lohnt, um eines der vielen kostenlosen Girokonten zu nutzen, ist nicht einfach nur ein Rechenexempel. Es ist ein Schritt, der Geld sparen kann, aber trotzdem gut überlegt sein will. [maß]

3 Kommentare »

  1. Ich habe festgestellt, dass die Kontoinhaber recht träge sind und daher kaum einen Wechsel in Betracht ziehen. Faulheit…

    Kommentar von André — 1. August 2007 @ 13:25

  2. Viele Banken bieten jedoch auch einen Wechsel zum kostenlosen Girokonto an.

    Jedoch muss dieses bei den meisten Banken komplett online geführt werden.

    Kommentar von Tobias — 3. August 2007 @ 12:45

  3. In der Tat lässt sich mit einem kostenlosen Girokonto Jahr für Jahr viel Geld sparen. Doch wie ein Girokonto Vergleich zeigt, unterscheiden sich auch hierbei die einzelnen Angebote teils deutlich. Während einige Konten mit einem hohen Zinssatz locken, ermöglichen andere einen weltweit kostenlosen Bargeldbezug. Hier muss der Kunde entscheiden, was ihm wichtiger ist.

    Kommentar von Girokonto Vergleich — 21. April 2008 @ 15:20

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