19. Juni 2007

Fremdwährungskredite – riskant oder günstig?


Bei der Suche nach einem passenden Kredit für den Hausbau, das Auto oder den Urlaub wird in erster Linie auf einen möglichst niedrigen Zinssatz geachtet, damit das Darlehen nicht allzu teuer kommt. Dabei gilt der Blick meistens den Anbietern im eigenen Land – mit einer kleinen Ausnahme, den Krediten aus der Schweiz, die gerne auch als schufafreier Kredit vermittelt werden. Erweitert man den Suchradius, wird man schnell feststellen, dass die Zinskonditionen in Deutschland weitaus schlechter sind als beispielsweise in Japan.

Nun könnte man, geblendet von der geringen Prozentzahl, auf die Idee kommen, sich einen Kredit in Yen auszahlen zu lassen. Angeboten werden solche Fremdwährungskredit unter anderem auch von deutschen Bankhäusern. Das heißt, besonders schwer ist es nicht, ein entsprechendes Darlehen aufzunehmen. Es ist aber auch nicht ganz so leicht und vor allem unproblematisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Schließlich sind es nicht alleine die Kreditzinsen, auf die man achten muss, sondern vornehmlich die Währungsschwankungen. Entwickelt sich der Yen, der Dollar, das Britische Pfund oder der Schweizer Franken zu Ungunsten des Kreditnehmers, kann das Darlehen wesentlich teurer werden.

Genau genommen, kommt ein Fremdwährungskredit der Devisenspekulation sehr nahe. Ohne genaue Kenntnisse der einzelnen Währungen, ihrer Stabilität und der Zusammenhängt mit dem Weltmarkt, wird es sehr schwer, eine Prognose abzugeben, ob sich der Kredit lohnt oder nicht. Hinzu kommt, dass die Abwicklung meistens anderes gehandhabt wird. Regelmäßig werden nur die Zinsen gezahlt. Zum Ende der Laufzeit muss dann der komplette Betrag getilgt werden, der etwa über eine Lebensversicherung angespart wurde. [maß]

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