24. April 2007

Private Altersvorsorge wichtiger denn je


Ob und in welchem Umfang Geld angelegt wird, hängt in erster Linie von den persönlichen Lebensumständen ab. Steigende Lebenshaltungskosten, stagnierende Löhne und die ständig im Raum stehende Angst vor Arbeitslosigkeit lassen nicht viel Spielraum, wenn es darum geht, zu investieren. Aktien sind zu spekulativ, Fonds meistens eher langfristig angelegt und andere Formen der Beteiligung häufig zu teuer, um sie vom Lohn finanzieren zu können. Geld, das gut angelegt ist, dient der privaten Altersvorsorge. Die Sorgen von heute werden in ein paar Jahren nicht vergessen sein. Da kann es nur von Vorteil sein, schon früh damit zu beginnen, sich einen finanziellen Puffer für die Rente zu schaffen. Perfekt, wenn er zudem vom Staat gefördert wird.

Riester- und Rürup-Rente nennen sich die beiden Optionen. Je eher man sich dafür entscheidet, privat für das Alter vorzusorgen, desto angenehmer kann sich das Leben im Rentenalter gestalten. Das zusätzlich zur gesetzlichen Rente gezahlte Geld schließt das Loch, das zwangsläufig nach dem Arbeitsleben aufgerissen wird, da die Rente weit unter dem Niveau des letzten Nettolohns liegt. Private Altersvorsorge wirkt dann wie Kitt, zu dem der Staat einen kleinen, aber nicht zu verachtenden Anteil beisteuert.

Bei der Riester-Rente, die sich hauptsächlich an rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer richtet, sind es Zulagen zu den eigenen Beiträgen. Die Rürup-Rente glänzt mit steuerlichen Vorteilen, die nicht nur Selbständigen zugute kommen. Bei den Vorsorgeprodukten, die für eine der beiden staatlich unterstützten Privat-Renten in Frage kommen, kann man zwischen mehreren Möglichkeiten wählen. Konventionelle oder fondsgebundene Rentenversicherung, Bank- und Fondssparpläne sind je nach Art der Rente erlaubt. Welches Produkt am besten für die private Altersvorsorge geeignet ist, sollte in Ruhe mit einem Experten berechnet werden. Es lohnt sich, denn wann sonst hält der Staat nicht die Hand auf, sondern legt etwas hinein? [maß]

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