20. März 2007

Der Bausparvertrag hat noch lange nicht ausgedient


Den Begriff „Geldanlage“ lässt sich nicht so einfach in wenige Worte fassen. Dafür gibt es zu viele Möglichkeiten und Optionen, mehr aus seinem Geld zu machen – oder, wenn es mal nicht so gut läuft, vielleicht auch Verluste einzufahren. Im Prinzip funktioniert die Geldanlage recht einfach. Es werden Aktien, Fonds, andere Papiere, Devisen, Wertgegenstände oder Edelmetalle gekauft und nach einer gewissen Zeit, ob nun wenige Stunden oder viele Jahre, wieder verkauft. Der Gewinn ergibt sich aus einem vereinbarten Zinssatz, Kurssprüngen oder Wertsteigerungen.

Etwas anders sieht das beim Bausparvertrag aus. Zwar wird auch hier Geld eingezahlt und verzinst. Das Ziel ist aber ein anderes. Denn als reine Geldanlage ist er aufgrund der eher niedrigen Zinsen weniger lukrativ. Interessant wird er erst, wenn man ihn seiner eigentlichen Bestimmung zuführt: Ein günstiges Bauspardarlehen aufzunehmen. Immerhin 50 Prozent der Deutschen sparen Monat für Monat Geld in einem Bausparvertrag an, bis sie einen Anspruch auf den Immobilienkredit haben – das heißt, der Vertrag ist zuteilungsreif –, um sich damit den Traum vom Eigentum zu erfüllen.

Die Höhe der monatlichen Raten ergibt sich aus der gewünschten Bausparsumme. Allerdings bieten die Verträge so viel Flexibilität, dass durchaus auch niedrigere bzw. höhere Beiträge gezahlt werden können. Und der Vertrag ist jederzeit kündbar. In dem Fall wird das Guthaben samt Zinsen ausgezahlt, etwa, wenn der Wunsch vom Eigenheim aufgrund von Arbeitslosigkeit in weite Ferne gerückt ist. Hat man es geschafft, und beträgt das Bausparguthaben mindestens 40 Prozent der Bausparsumme, besteht der Anspruch auf das unkündbare und zinsgünstige Bauspardarlehen. Besonders günstig wird das Baugeld, wenn die Zinsen während der Phase des Sparens niedrig und zu der Zeit, wenn das Darlehen aufgenommen wird, hoch sind. [maß]

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