13. März 2007

Medienfonds erfordern ein gutes Näschen


„Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ sind nur zwei Beispiele für Filmproduktionen, die sich zu Kassenschlagern entwickelt haben. Andere Filme hingegen waren reine Flops und nach wenigen Wochen komplett von der Bildfläche verschwunden. Welche Entwicklung ein Film nimmt, lässt sich nur schwerlich abschätzen. Das macht es auch zum Risiko, in derartige Projekte zu investieren. Medienfonds nennen sich die Beteiligungen, die nicht nur für Filme, sondern auch für reine Videoproduktionen, Musik und PC-Spiele angeboten werden. Anleger haben so die Möglichkeit, sich als Financier einzubringen, um später von Erfolgen profitieren zu können – oder aber sie verlieren einen Großteil ihres Geldes.

Als Steuersparfonds waren Medienfonds bis November 2005 äußerst beliebt und brachten den Investoren vor allem auf steuerlicher Seite ein dickes Plus. Mit dem Ende der Verlustverrechnungsmöglichkeiten gilt auch für diese Anlage, dass sich Gewinne fast ausschließlich über die Rendite erwirtschaften lassen. Dafür benötigt man ein gutes Näschen und sollte den Markt sehr gut kennen. Den Erfolg von Medien aller Art vorherzusagen, ist nahezu unmöglich. Selbst wenn ein erfolgreiches Buch verfilmt wird, heißt das noch lange nicht, dass auch der Film einen entsprechend großen Zuspruch hat. Daher sollte man sehr genau überlegen, in welchen Medienfonds man investiert. Angeboten werden sie als geschlossene Fonds, die nur während einer genau umrissenen Zeichnungsfrist gekauft werden können. Sie sind damit projektbezogen und konzentrieren sich häufig nur auf eine einzelne Produktion.

Wer mit seinem Medienfonds auf das richtige Pferd gesetzt hat, profitiert beispielsweise bei einem Kinofilm nicht nur von den guten Besuchszahlen und den Einnahmen in den Kinos weltweit. Denn das Geld fließt nicht ausschließlich an der Kinokasse. Bücher, Figuren, Comics, Bettwäsche – der gesamte Bereich des Merchandisings kommt hinzu. Auch diese Gewinne machen sich in der Rendite bemerkbar. [maß]

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