8. März 2007

Investment Clubs und ihre Vorteile


Normalerweise heißt es, „über Geld spricht man nicht“. Niemand lässt sich gerne in die Karten gucken, wenn es um die eigenen Finanzen und Strategien für hohe Renditen geht. In dieser Hinsicht sind viele Anleger „Eigenbrödler“, die entweder auf ihr eigenes Wissen vertrauen oder aber sich bei der Hausbank von einem Mitarbeiter ihres Vertrauens beraten lassen. Dass es auch anders geht, beweisen die vielen Investment Clubs, die inzwischen überall in Deutschland gegründet werden. Zwar wird auch hier niemand aus dem privaten Näh- oder vielmehr Schatzkästchen plaudern. Das ist auch nicht nötig. Denn darauf legen es die Clubs nicht an. Sie bauen auf ganz andere Vorteile, die ein Zusammenschluss mehrerer Anleger bietet.

Ziel eines solchen Investment Clubs ist schlicht und einfach die gemeinsame Geldanlage. Unterschieden werden kann zwischen zwei Typen. Die Clubs, die überregional agieren, zeichnen sich durch teils schon professionelle Züge aus und verfügen über einen eigenen Anlageausschuss. Wesentlich interessanter und auch häufiger anzutreffen sind die regionalen Investment Clubs. Die Mitglieder kennen sich in der Regel, treffen sich und besprechen in trauter Runde ihre gemeinsame Anlagestrategie. Diese Anlegergemeinschaften arbeiten als Gesellschaften bürgerlichen Rechts, kurz GbR, und unterliegen keiner Aufsicht, sofern das Kapital unter 500.000 Euro bleibt und nicht mehr als 30 Gesellschafter beteiligt sind. Alles, was darüber hinausgeht, muss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassen werden.

Die Gründe, einen Investment Club ins Leben zu rufen, sind vielfältiger Natur. Die Geselligkeit dürfte zwar auch eine Rolle spielen, ist aber eher zweitrangig. Wichtiger ist den Mitgliedern, dass sie einen Pool bilden können. Damit haben sie die Möglichkeit, auch Investments zu tätigen, die ein höheres Kapital verlangen als die einzelnen Mitglieder aufbringen könnten. Zudem besteht die Möglichkeit, aufgrund des größeren Ordervolumens Gebühren zu sparen. Die Risikostreuung ist ein weiteres Argument für Investment Clubs, ebenso der Erfahrungsaustausch und das Lernen von den anderen Mitgliedern. [maß]

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