Ethische Investment für die Geldanlage ohne Gewissensbisse
Eine Geldanlage ist unter vielen Gesichtspunkten möglichen. Den meisten Investoren kommt es auf eine möglichst hohe Rendite an, wenn es geht, ohne größere Risiken. In welches Unternehmen oder welche Papiere investiert wird, ist dann egal. Hauptsache, der Gewinn stimmt. Andere Anleger schauen da schon genauer hin. Zwar arbeiten auch sie gewinnorientiert, allerdings nicht um jeden Preis. Firmen, die Waffen produzieren, Atomkraftwerke betreiben oder Geschäfte mit gefährlichen Chemikalien machen, sind für sie tabu. Sie setzen auf ethisches Investment, das sich mit ihrem Gewissen vereinbaren lässt.
Die 70er Jahre waren es, als die Apartheid und der Vietnamkrieg die Schlagzeilen bestimmten. Zu dieser Zeit kamen die ersten ethischen Investments auf den Markt. Darauf bedacht, nicht im Zusammenhang mit Rüstung, Krieg oder Befürwortern der Apartheid zu stehen, wurden zuerst in den USA und Großbritannien entsprechende Fonds aufgelegt. In Deutschland war es vor allem die Atomkraft, die als Ausschlusskriterium für ethische Geldanlagen galt. Zu den Fonds gesellten sich schon bald Banken, darunter die Ökobank und die Alternative Bank Schweiz, die sich auf die Finanzierung sozialer und ökologischer Projekte spezialisierten.
Für Interessenten an ethischen Investments gibt es inzwischen eine große Auswahl. Alternative Banken bieten Fördersparmöglichkeiten, bei denen das Geld in die eben genannten Projekte fließt. Die Zahl dieser Banken ist mittlerweile deutlich gestiegen. Investmentfonds, die nach ethischen Grundsätzen und unter bestimmten Kriterien aufgestellt werden, sind eine weitere Möglichkeit. Beispiele hierfür sind ökologische Branchenfonds. Als dritter Weg stehen Direktinvestitionen offen. Das können Anteile an Windkraftanlagen oder auch Aktien von alternativen Banken sein. Hinweise zu entsprechenden Investments finden sich unter anderem in Fachblättern zum Finanzmarkt als auch in Zeitschriften, die sich ganz dem Thema Ökologie widmen. [maß]