Der Laufzeit mehr Beachtung schenken
Worauf kommt es bei einer Geldanlage an? Banken behaupten gerne, eine Geldanlage sei Vertrauenssache. Investoren erwarten sich von einer Anlage hohe Gewinne, mal auf Sicherheit gebaut, mal mit vollem Risiko. Gleich, welcher Anlegertyp man ist, sollte ein Investment grundsätzlich gut geplant und wohl überlegt sein. Ein Aspekt, der dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielt, ist die Laufzeit der Anlage.
Sie variiert von wenigen Stunden bis hin zu 30 Jahren. Die Schere klafft weit auseinander und der große Unterschied macht vor allem eines deutlich: Nicht jede Anlage ist für jeden Anleger geeignet. Der überwiegende Teil derer, die Geld investieren, sind Kleinanleger. Sie wollen ihr Erspartes nicht einfach auf dem Konto oder Sparbuch liegen lassen, sondern erhoffen sich von den Talern reichen Nachwuchs.
Dabei handelt es sich – bezogen auf die Summen, die beispielsweise an der Börse fließen – um eher geringe Beträge. Angesichts der vielen Anlageformen, die inzwischen auf dem Markt sind, stellt das kein Problem dar. Überlegt sein will jedoch, wie lange man auf das Geld verzichten kann. Wird es finanziell mal knapp und man benötigt dringend Kapital, sollte schnell über das angelegte Geld verfügt werden können. Lange Laufzeiten oder Haltefristen kommen dann nicht in Frage. Der einfachste Weg wäre ein Tagesgeldkonto, da es hier eine gute Rendite ohne Fristen gibt. Doch auch viele Fonds lassen sich börsentäglich veräußern. Dass es dabei zu Verlusten kommen kann, sollte jedem bewusst sein. Ideal sind Geldmarktfonds, da sie sehr stabil sind und ohne Ausgabeaufschlag angeboten werden.
Für Anleger, die größere Summen investieren wollen und genügend andere Sicherheiten für finanzielle Engpässe haben, sind auch langfristige Anlagen von Interesse. Denn sie bringen auf Dauer gesehen häufig weitaus bessere Renditen. Beispiele dafür sind geschlossene Immobilien- oder Schiffsfonds. Solche Beteiligungen laufen bis zu 30 Jahre, lassen sich dadurch aber auch wesentlich schlechter einschätzen. Eine Glaskugel, in der die zukünftige Entwicklung vorausgesagt wird, liegt den Emissionsprospekten nicht bei. [maß]
Abhängig davon, welcher Anlagetyp man ist, muss man riskantere Geldanlagen, die jedoch auch eine überdurchschnittliche Rendite versprechen, nicht ausschließen. Als Beimischung zu einem Anlagemix eignen sie sich auch für den konservativen, vorsichtigen Anleger. Dieser sollte den Anteil am Gesamtportfolio dann einfach etwas geringer halten, als der Risikofreudige.
Kommentar von Finanzen-Artikel — 22. Juli 2007 @ 11:16