Mit Immobilienfonds am Bauboom partizipieren
Das neue Einkaufzentrum auf der grünen Wiese, ein neuer Bürokomplex am Rande der Stadt und Seniorenresidenzen anstelle eine maroden Fabrik – es wird viel gebaut und viel investiert, ganz einfach weil der Bedarf vorhanden ist. Der Bedarf an Wohn- und Geschäftsräumen geht einher mit einem wachsenden Bedarf an Kapital. Das können inzwischen auch Kleinanleger beisteuern, mit Immobilienfonds.
Sie werden in zwei Varianten angeboten, als offener und geschlossener Immobilienfonds. Letztere sind vor allem für Investoren von Interesse, die größere Beträge anlegen wollen. Denn bei geschlossenen Immobilienfonds geht es um ein konkretes Projekt, das finanziert werden soll. Ist genügend Kapital eingezahlt worden, schließt die Anlagegesellschaft den Fonds. Jeder, der bis dahin Anteile erworben hat, wird zum Miteigentümer der Immobilie und haftet in Höhe seiner Einlage. Damit jeder genau weiß, worauf er sich einlässt, muss für jeden dieser Immobilienfonds ein Emissionsprospekt herausgegeben werden, in dem nicht nur das Projekt vorgestellt wird, sondern auch Prognosen zu den Mieteinnahmen genannt werden. Mit dieser Anlage bindet man sich langfristig.
Offene Immobilienfonds hingegen sind börsentäglich verfügbar. 1938 wurden sie in der Schweiz entwickelt. In Deutschland kamen sie 1959 auf den Markt. Sie investieren das Geld in mehrere Immobilien. Es müssen mindestens 15 sein. Nach oben hin gibt es keine Grenze. Einige Fonds haben mehr als 100 Objekte im Portfolio. Um zahlungsfähig zu bleiben, selbst wenn viele Anleger ihre Anteile verkaufen wollen, gibt es mehrere Sicherheitsmechanismen. Zum einen muss ein Teil des Geldes auch in festverzinslichen Papieren angelegt werden. Zum anderen besteht seitens der Anlagegesellschaft die Möglichkeit, in dem Fall die Rücknahme für bis zu zwei Jahre auszusetzen. [maß]
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