Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – deshalb lieber vorsorgen
Die einen bauen auf das Haus als Altersvorsorge. Andere schließen eine Lebensversicherung ab und ergänzen sie durch eine vom Staat geförderte private Rentenversicherung. Doch was passiert, wenn man kein Geld mehr verdient, wenn man nicht mehr in der Lage ist, einer Arbeit nachzugehen? Dann können alle Planungen für die Zukunft über Board geworfen werden.
Das gilt für vor allem für jene, die nach dem 2. Januar 1961 geboren wurden. Für sie gilt seit der Rentenreform 2001, dass Berufsunfähigkeit gesetzlich nicht mehr versichert ist. Sie erhalten stattdessen – und auch nur unter bestimmten Voraussetzungen – eine Erwerbsminderungsrente, entweder in voller Höhe von etwa 34 Prozent des Bruttoeinkommens oder aber nur die Hälfte. Das ist abhängig davon, wie viele Stunden am Tag man noch arbeiten kann. Bei weniger als drei Stunden am Tag gibt es die „volle“ Rente, bei bis zu sechs Stunden, die halbe. Nicht besonders viel für jemanden, der eine Familie ernähren muss. Deshalb wird schon Berufsanfängern dazu geraten, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Sie hilft, die finanziellen Einbußen aufzufangen, die mit dem Verlust der Arbeitskraft einhergehen.
Die Vorstellung, nicht mehr oder nur vermindert erwerbsfähig zu sein, wird von vielen gerne beiseite geschoben. Dabei sprechen die aktuellen Zahlen für sich. 200.000 Menschen werden Jahr für Jahr berufsunfähig. Zehn Prozent aufgrund von Unfällen, 34 Prozent durch Erkrankung des Bewegungs- und Stützapparates, und zehn Prozent in Folge von Herz-Kreislauferkrankungen. Niemand rechnet damit, dass er wegen einer Krankheit nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten kann, doch es kann passieren. Daher sollte man vorsorgen, sich genau informieren und auch vergleichen, ehe man sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet. Hilfen dazu gibt es reichlich im Internet. [maß]