18. Januar 2007

Hedge-Fonds – hohe Gewinne bei höherem Risiko


Die Universität Yale hat nach eigenen Angaben rund 17 Prozent Rendite mit Hedge-Fonds erwirtschaftet Ähnliche Ergebnisse erzielen auch andere institutionelle Anleger in den USA, wo diese Form der Anlage schon lange genutzt wird. In der Bundesrepublik sind Hedge-Fonds erst seit 2004 zugelassen, vor allem um den Finanzplatz Deutschland zu stärken.

Bei der Auswahl der Investments sind den Fondsmanagern kaum Grenzen gesetzt. Ihnen stehen alle Möglichkeiten offen, immer mit dem Ziel der maximalen Rendite. Der DAX oder die Entwicklung anderer Benchmarks spielen dabei keine Rolle. Die Ineffizienzen, ob nun zu hoch oder zu niedrig bewertete Papiere sind es, die das Interesse von Hedgefonds-Managern wecken, ebenso unterschiedliche Bewertungen an verschiedenen Börsen. Ob der Markt nun ab- oder seitwärts tendiert: Alle Bewegungen werden für die Renditeoptimierung genutzt.

Eine der Möglichkeiten, die bei Hedge-Fonds gerne gewählt wird, sind so genannte Leerverkäufe. Dazu werden Papiere geliehen und verkauft. Sinkt der Kurs, werden sie günstig gekauft und zurückgegeben. Die Kursdifferenz abzüglich der Gebühren macht den Gewinn. Das heißt, Hedge Fonds profitieren auch von fallenden Aktienkursen. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass steigende Kurse bei dieser Anlageform durchaus problematisch sein können. Ganz ohne Risiko geht es eben auch bei Hedge Fonds nicht.

Beim Kauf von Fonds dieser Art ist vor allem auf die höheren Gebühren zu achten, die sich direkt auf die Rendite auswirken. Der Grund für die Gebührenstruktur ist die Erfolgsbeteiligung, die an den Manager geht. Ein zweiter Punkt, der beachtet werde muss, ist die Haltefrist, die je nach Fonds mal eher kurz-, oft aber auch längerfristig ausgelegt ist. Wie bei allen Anlagen gilt, sich genau über das Produkt zu informieren, in das man investieren möchte. [maß]

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