4. Januar 2007

Aufladen und zahlen: Die Prepaid-Kreditkarte


Kreditkarten symbolisierten von einiger Zeit noch Wohlstand, zumindest hierzulande. Mittlerweile werden die Karten bei Discountern und Kaffeeröstern angeboten. Sie gehören zum Alltag. Fast jeder hat zumindest eine im Portemonnaie. Ob sie auch genutzt wird, ist eine andere Sache. Interessant an der Entwicklung ist, dass bei einigen Kreditkarten Sicherheiten wie regelmäßiges Einkommen oder eine “saubere” Datei bei Scoringagenturen nicht mehr nötig sind: Prepaid-Kreditkarten. Mit ihnen kann nur über den Betrag verfügt werden, der zuvor auf das Kartenkonto gebucht wurde.


LBB - Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten


Nun mögen die Besitzer “echter” Kreditkarten die Nase rümpfen. Das allerdings zu Unrecht. Denn Prepaid-Kreditkarten bieten einen entscheidenden Vorteil: Die Kostenkontrolle. Unbedarftes Einkaufen, bei dem dann schnell mit Karte gezahlt wird, ist nur in einem selbst festgelegten Rahmen möglich, dem des Guthabens auf dem Kartenkonto. Die Gefahr, den Überblick zu verlieren, weil es ja so bequem ist, bargeldlos zu zahlen, besteht nicht. Damit ist auch der Schritt in die Überschuldung durch den Kreditkartengebrauch weitgehend unmöglich. Und der Missrauch der Kartendaten, was ja durchaus vorkommen soll, ist mit einer Prepaid-Kreditkarte auf ein Minimum beschränkt.

Diese Karten richten sich nicht nur an jene, die bei ihrer Bank keine Kreditkarte erhalten. Sie sind interessant für alle, die sich die Vorteile zunutzen machen wollen, etwa im Urlaub, und sich gleichzeitig ein Limit setzen, um nicht mehr auszugeben als unbedingt nötig. Hinzu kommt der Sicherheitsaspekt.

Prepaid-Kreditkarten gibt es von mehreren Anbietern. Hier sollte man vor allem die Gebühren genau beachten. Liegen sie im normalen Rahmen, also 20 bis 40 Euro im Jahr, spricht nichts dagegen. Werden die Gebühren allerdings für mehrere Jahre im Voraus berechnet, sollte man hellhörig werden.

Das Potential, das in Prepaid-Kreditkarten steckt, hat der Markt schon früh entdeckt und möchte Kunden vor allem auch so früh wie möglich ansprechen. Prepaid-Kreditkarten für Jugendliche, bei denen die Eltern das Taschengeld auf das Kartenkonto überwiesen, wurden nicht nur von Banken, sondern auch von Spielekonsolenherstellern initiiert. Denn die Gebühren für die Spieleseiten konnten nur per Kreditkarte beglichen werden. Mit der aufladbaren Kreditkarte wird so das Publikum wesentlich besser gebunden. [maß]

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